Themenabend: Manifeste des Hasses

Eigentlich wollte ich lesen, aber der Themenabend *Manifeste des Hasses* hat mich dann doch mehr gefesselt.

Es ging um Hitlers *Mein Kampf* und um *Die Protokolle der Weisen von Zion*. Ich sehe das Problem, dass die Leute, die sich für solche Themen interessieren sollten, sich das gar nicht ansehen.

Die Bücher wurden folgendermaßen ausgewählt:

*Mein Kampf* als reales Buch, dem nicht geglaubt wurde.

These: Mit der Vernichtung der Juden wären *lediglich* die Demütigungen und Deportationen gemeint gewesen, nicht jedoch die Vernichtungslager.
2015 fällt das Urheberrecht des Freistaates Bayern. Sollte nicht auf typisch deutsche Art ein Verbot erfolgen, sehe ich das Buch schon auf den Bestsellerlisten -.- . Interessent war auch die Reaktion des zuständigen Staatssekretärs (?) - das ist jemand, der nichts anderes zu tun hat, als Drucke weltweit aufzuspüren und zu verbieten - auf die Frage, warum das Buch nicht frei verkäuflichlich sei: Er wußte es selbst nicht. Bleibt festzustellen, dass wir über Ausschwitz reden können, aber nicht über dessen Grundlage und woher Hitler seine Überzeugungen nahm - ein Buch darüber wurde in Deutschland auch geflissentlich totgeschwiegen.. Interessant wird auch die die kommentierte Ausgabe, wie Rafael Seligmann anmerkte: Soll auf das Zitat * Alle Juden müssen vernichtet werden * die Fußnote *Das ist völkerrechtlich nicht in Ordung* folgen?

In einer zweiten Dokumentation wurde das Buch * Die Protokolle der Weisen von Zion * vorgestellt, als ein fiktives Buch, welchem bis heute geglaubt wird.
Natürlich ist es in Deutschland, einem Land, in welchem sich jeder seine freie Meinung bilden kann , verboten.

Sollte das Zitat aus Wikipedia „Erinnern Sie sich an die Französische Revolution. Die Geheimnisse ihrer Vorbereitung sind uns wohl bekannt, denn sie war das Werk unserer Hände. Seit diesem Zeitpunkte haben wir die Völker von einer Enttäuschung zur anderen geführt, damit sie sich von uns ab- und dem Könige aus dem Blute Zions zuwenden, den wir für die Welt bereithalten.“ stimmen, ist es zwar irgendwie verständlich, aber trotz allem hinterlässt staatliche Zensur bei mir einen schlechten Beigeschmack. In arabischen Ländern steht es nach wie vor bei Buchmessen in erster Reihe, auch wenn es längst als Fälschung bekannt ist.

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